Hört mal, "Sozialdemokraten",

nachdem inzwischen sogar das DIW erkannt hat, daß Erbschafts-und Vermögenssteuer dringend erhöht bzw. wieder eingeführt werden müssen, wird es allmählich reichlich einsam auf der Spur, der eure Chefs folgen. Ausgerechnet aus einer Großen Koalition heraus und inmitten einer Wirtschaftskrise wollen sie ausdrücklich darauf verzichten, Steuern bei denen zu kassieren, die reichlich haben, außer etwas geleistet. Das ist putzig. Wen genau wollen sie damit eigentlich überzeugen, und vor allem: Wovon?

Ach, es ist anstrengend mit euch. Schaut doch mal bei Wikipedia nach unter dem Namen „Brandt, Willy“. Oder laßt euch ein Filmchen von Guido Knopp zeigen zur Geschichte der SPD, ja, genau, das ist die Partei, deren Mitglieder ihr seid. Da werdet ihr feststellen, daß „Sozialdemokratie“ einmal etwas damit zu tun hatte, daß es möglichst vielen möglichst gut gehen soll. Laßt euch einmal ältere Parteiprogramme vorlesen oder wenigstens das aktuelle. Da steht nichts von Steuergeldern für Banken, die von Angestellten aufgebracht werden sollen. Ganz im Gegenteil.
Na gut, links blinken und rechts abfahren konnten eure Großen schon immer gut. Wenn die Geisterfahrer ihre Dauerlichthupe aber inzwischen mit Zusatzscheinwerfern ausstatten, ist doch irgendwann einmal Feierabend. Nicht?

Habt ihr einmal die hunderttausend gefragt, die zuletzt aus der Partei ausgetreten sind, was mit denen los ist? Wundert ihr euch nicht, daß eure Kommunistische Plattform „Sozialdemokraten in der SPD“ heißt?
Worauf genau wartet ihr? Daß die FDP eine Vermögenssteuer einführt? Und dann? Sicher, dann seid ihr auch dafür, aber wenn ihr eh an der 5%-Hürde scheitert, könnt ihr euch solch radikale Positionen ja auch leisten.
Von den ganzen Fachökonomen, Wirtschaftsfördereren und Lohnsenkern sitzen 99% in eurem Präsidium, den Ministerien und den Zirkeln, die immer im Fernsehen und den Zeitungen zitiert werden. Ist das nicht irgendwie seltsam? Und nur einen einzigen seid ihr losgeworden, weil selbst die ihm noch nicht rechts genug waren. Der Clement Wofgang, ihr erinnert euch? Euer Superminister und -präsident, der ausländische HartzIV-Parasiten nicht mochte und überhaupt die ganzen Sozialschmarotzer.

Die anderen werden alle noch hofiert und dürfen euch vertreten. Bei der Bundesbank etwa euer Golfprofi Sarrazin. Ganz oben im Elfferrat Agenda-Münte. Euer Kanzlerkandidat mit Westerwelleformat steht bei 20%, aber das sind die richtigen 20 – die der „Mitte“, gelle?
Die wohl erfolgreichste Saboteurin einer vertretbaren Gesundheitspolitik ist eure dienstälteste Ministerin. Sie hat für explodierende Kosten und Großhirnrinden gesorgt, und zwar auch schon für die Zukunft. Die Gesundheitskarte is so denkwürdig krank, das verzeiht man hierzulande nur einer Frau aus der SPD. Die Pharmaindustrie freut sich über ihre gestammelten Werke und die Arbeitgeber sind weniger belastet als Arbeitnehmer, wie das halt so ist in einer „Sozialdemokratie“.
Ganz groß ist natürlich auch euer Mister Augenmaß, der Finanzsteinbrück. Souverän reagierte er auf das Herbeigerede der Krise mit Milliarden für die Banken. Dort ist das Geld besser aufgehoben als bei Asozialen, die es nur in „Zigarretten“ und „Pils“ investieren, meint er.

Das, liebe SPDler, ist nur der Auftakt, der Anfang einer meterlangen Liste von Funktionären in euren Reihen, die ein recht merkwürdiges Verständnis von Politik aus euren Programmen ableiten. Findet ihr auch? Dann geht doch noch einmal hin und fragt artig nach, was denn nun so schädlich an besagten Steuern ist. Und warum es überall eine Vermögensstsuer gibt, nur nicht in in Deutschland, seit sie hier regieren. Fragt dann gleich auch noch einmal nach, wieso das DIW inzwischen doch einen Sinn darin sieht, Reiche zu besteuern. Ob das vielleicht Kommunisten sind, ihr wißt schon: Die mit Mauer und Stacheldraht.

Und wenn euch dann eventuell ein Lichtlein aufgeht und ihr nicht recht glauben könnt, was ihr da seht, wenn ihr endlich aufwacht und euch die Augen gerieben habt, dann fackelt bitte nicht lange. Sie werden winseln und heulen, sie werden sagen: „Wartet, ihr macht einen Fehler“, wie das alle Versager in allen schlechten Filmen tun. Hört nicht auf sie. Gebt ihnen all das geduldige Papier zu fressen, auf das eure Programme gedruckt wurden und verbannt sie in die FDP. Die hat dann eh genug Mandate und Pöstchen für ihre Freunde von der „Agenda“, und allen wird es besser damit gehen.

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50 Antworten to “Hört mal, "Sozialdemokraten",”

  1. Aranxo Says:

    Kleine Berichtigung: Heidemarie Wieczorek-Zeul ist noch länger Bundesministerin, und zwar seit 1998, für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Kein Wunder, wenn man die Gute vergisst, man hört ja auch kaum was von ihr. Außer wenn sie mal den Dalai Lama empfängt, und Steini deswegen im vorauseilendem Gehorsam den Chinesen gegenüber den Schwanz einklemmt.

  2. flatter Says:

    Danke für die Korrektur, stimmt – die arme Frau Fischer war ja anfangs im Ressort. Gefühlt ist Ullalala schon seit Adenauer im Kabniett.

  3. Aranxo Says:

    Wie Scheiße am Schuh. (Volker Pispers)

  4. antiferengi Says:

    Ohne Worte, …. nur noch volle Zustimmung.

  5. landbewohner Says:

    dieser verein gehört auf den müllhaufen der geschichte!!!

  6. Flying Circus Says:

    flatter, für diesen beitrag gebührt Dir ein Kniefall von mir. So prägnant hätte ich es nie auf den Punkt bringen können (was zugegebenermaßen ein zweifelhaftes Kompliment ist …).

    Mich hat man auch nie gefragt, warum ich bei dem Verein nach kurzer Zeit wieder ausgetreten bin. Noch besser: man hat mich jetzt jüngst zu einer Mitgliederversammlung eingeladen – wo ich doch Neumitglied sei …!

  7. Huuh (Rrah) Says:

    Hört mal, „Sozialdemokraten“!

    Welch seltsamer Ruf. Hört sich an wie ein verkaterter Frühheimkehrer, der den Schlüssel verloren hat.

  8. Peinhard Says:

    Oder wie ein verlorener Ball im hohen Gras…

  9. Systemfrager Says:

    Die Bürger eines jeden Landes sollten eigentlich zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben soweit als möglich im Verhältnis zu ihren Fähigkeiten beisteuern, was bedeutet, daß sie ihr Beitrag nach dem Einkommen richten sollte, das sie jeweils unter dem Schutz des Staates erzielen.

    Was für ein linker Schwachkopf von vorgestern hat dies verzapft? Von vorgestern? Oder von vor- vor- vor- vor- … gestern? In der Tat. Aber … warte mal!

    Du großer Gott! Es war doch Adam Smith, der Vater der Marktwirtschaft.

    Wie genial, kreativ, human, sozialgerecht, ehrlich, … die Frühliberalen waren! Auch die erste Generation noch ziemlich in Ordnung: Sismondi, Malthus, Ricardo,

    Dann kam ein Scharlatan nach dem anderen: Say, Marx, Walras, Pareto, …

    Und schließlich ganz eckelhafte Ganoven und Schurken: Mises, Hayek, Popper, Schumpeter, …

  10. Wolf-Dieter Says:

    Der Rundumschlag gegen die sogenannten Sozis war vom Feinsten. Prima, und weiter so!

    http://home.arcor.de/wolf-dieter.busch/html/Parteien/SPD.htm

  11. Lenny Says:

    Es ist ja bald wieder Bundestags-Wahlkampf-Infostand-Zeit. Da kann ja mal n SPD-Bashing durchführen.

    3 oder mehr Feunde treffen sich, einer geht an dem Stand vorbei und wird wahrscheinlich angesprochen. Er wartet auf das Stichwort „soziale Politik“ oder ähnlichem und brich darauf in lautes Gelächter aus …. soziale Politik/Gerechtigkeit in der SPD…..*gröhl*

    Dann kommt schön einzeln immer wieder ein weiterer Freund vorbei und wird mit den Worten…“hey du … hör dir mal den Witz an: soziale Politik/Gerechtigkeit in der SPD, worauf dieser ebenfalls laut loslacht….usw…:D

  12. Peinhard Says:

    @Systemfrager

    Doch, Malthus zB war schon echt knorke, seine Vorschläge den Umgang mit ‚Armen‘ und ‚Überflüssigen‘ betreffend eigentlich die Steilvorlage schlechthin für eine Clement’sche Sozialdemokratie. Nach diesem Loblied der Frühliberalen verstehe ich auch deinen Vergleich von neulich besser, wo du meintest, sich gegen den Kapitalismus als ’natürliche Ordnung der Dinge‘ zu stellen sei wohl wie gegen den eigenen Körper Einwände zu erheben.

  13. Systemfrager Says:

    @ Peinhard

    „ … jetzt verstehe ich… wo du meintest, sich gegen den Kapitalismus als ‘natürliche Ordnung der Dinge’ zu stellen sei wohl wie gegen den eigenen Körper Einwände zu erheben.“

    Ich verstehe da nicht ein einziges Wort. (Außerdem scheint mir verdächtigt!)

    Malthus! Zum Teil hast du Recht. Er war aber „nur“ ein Vor-Sozialdarwinist, „nur“ einer „aus der Verzweiflung“. Nicht aus der Begeisterung! Es gibt keine soziale Evolution als Fortschritt – nach seiner Auffassung. Die Reichen seien bei Malthus genetisch nicht um eine Haarbereite besser als die Armen. Keine positive Auslese also! Gar nicht unwichtig. Also Vorsicht bitte!

  14. "kronstadt" Says:

    @ Peinhard

    point blank?

    Habe unlängst „The ABC of Communist Anarchism“ gelesen und werde nicht ganz schlau draus.

    Kann jemand weiterführende Literatur bzw. Sekundärliteratur dazu empfehlen?

    Danke!

  15. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Bei der SPD ist auch noch nicht angekommen, auch nicht bei den anderen neoliberalen Parteien, die übrigens immer wieder leugnen neoliberal zu sein – so z.B. Prof. Dr. (Un-)Sinn gegenüber Sahra Wagenknecht (Die LINKE) „was meinen Sie mit neoliberal?“.

    Nachzulesen hier:

    http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/555.das-system-war-faul.html

    Fazit: 1:0 für Frau Wagenknecht.

    Sorry verzettelt!

    Hier also die hochaktuelle Erkenntnis eines US-Ökonomen:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30778/1.html

    Überschrift „Niedrige Steuern für Reiche führen nicht zu Wirtschaftswachstum“

    Der „Marxist“ (für Betonkopf-Neoliberale) Obama will übrigens die Vermögenssteuer in den USA massiv aufstocken.

    Was DIE LINKE angeht, ich schrieb einmal gegen „Maggy Merkel“ (Zitat: Heiner Flassbeck) ist sogar Helmut Kohl ein Mitglieder der Linkspartei – Wo anders im Netz.

    Nun erhalte ich sogar noch von völlig anderer Seite Recht – Der FTD – Hier mehr unter Punkt 8:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=4085#h08

    Überschrift dort: „Die Steuer-Positionen der Parteien“

    „[…]Die Steuer-Positionen der Parteien
    Erstaunlich, aber wahr: Die Linkspartei macht eine Steuerpolitik wie Helmut Kohl.[…]“

    Helmut Kohl (CDU) der „Marxist“, wer hätte dies einmal gedacht?????

    Die Diskussion um die tote DDR soll wohl davon ablenken, dass es sogar in der „alten Bundesrepublik“ um einiges gerechter zuging als im heutigen Merkel-Deutschland des 21. Jahrhunderts, dass der reinste Absolutismus ist – gegen Helmut Kohl.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  16. fletcher2 Says:

    Die sogenannte Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die von Menschen gemachte Klimakatastrophe haben eines gemeinsam. — Beides gibt es nicht!

  17. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @fletcher2

    Bei Punkt 1 geb ich dir recht, aber zur angeblichen Mär von der Klimakatastrophe hätte ich gerne eine nährere Begründung, oder mehr Quellenangaben….

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  18. bojenberg Says:

    @lenny (11)

    Es ist ja bald wieder Bundestags-Wahlkampf-Infostand-Zeit. Da kann ja mal n SPD-Bashing durchführen.

    da koennen doch die wackeren aufrechten an der basis nix fuer, wenn sich die neolibs in der fuehrung einen scheiss um deren meinung scheren! es ist im kleinen wie im grossen!

  19. Wintermute Says:

    Ich bin SPD Mitglied, aktiver Juso und kann nur sagen, dass der Post es schon ziemlich auf den Punkt bringt, was in der Partei abgeht. Ich bin enttäuscht von dem, was die Obrigkeit der Partei verzapft. Aber das heisst nicht, dass die ganze Partei jetzt einen auf neoliberal macht. Wenn Münte und die Steinis erstmal weg sind, ist der Weg für wirklich soziale Politik frei. Der lange Marsch durch die Institutionen ist noch nicht vorbei!

  20. epikur Says:

    @bojenberg

    Sicher können die an der Basis was dafür. Sie zahlen brav Mitgliedsbeiträge, machen Wahlkampf für so eine Drecks-Partei und werden die SPD sicher überall verteidigen. Entweder ganz oder gar nicht.

    Warum die SPD von innen heraus verändern bzw. erziehen wollen? Die Partei ist erwachsen genug. Dann lieber gleich zur Linkspartei.

  21. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @epikur

    Hast recht, aber nicht nur was die SPD betrifft.

    Gilt für jede andere Partei (mit Ausnahme der antineoliberalen Linkspartei) auch, die an der Basis machen für die Menschenverächter in Berlin Wahlkampf, und sind oft auch so nett, dass man die durchaus mit einem Linkspartei-Mitglied verwechseln könnte.

    Unser Ortsvorsteher ist da so ein Beispiel – aus der CDU.

    Seine örtliche Politik könnte man durchaus als „links“ einstufen….

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  22. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Es sollen übrigens auch in der FDP, zumindest hier, nette Menschen gesichtet worden sein, die mehr einem sozialen Menschen ähneln als einem Guido Westerwelle (FDP-Neoliberaler).

    Das Problem dürfte wohl sein, dass viele „ihrer“ Partei treu sind, gerade ältere Menschen, und oft nicht wissen, oder noch schlimmer wissen wollen, für was die neuerdings steht, und welche alten Ideale die verraten hat – gilt für alle Traditionsparteien, außer der neuen Linkspartei, und anderen neuen Parteien.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  23. michel Says:

    Die SPD (als „Partei des kleinen Mannes“) begeht ja eigentlich Mandantenverrat par excellence.

    Dennoch muß m.M.n. auch ein anderer Aspekt dieses unglaublichen Vorgangs mal beachtet werden. Ich
    will versuchen, diesen Aspekt in Form einer kurzen Erwiderung Deiner Ansprache darzustellen,
    indem ich mal in die Rolle der von Dir angesprochenen „SPD’ler“ schlüpfe:

    Lieber flatter,

    wie oft ist uns in den letzten Jahren schon der Vorwurf des „Rechtsabbiegens“ bei „Linksblinken“
    gemacht worden. Doch was war denn damals, als wir noch versuchten, unsere angekündigte Politik
    auch tatsächlich umzusetzen? Da fing dann die BILD-Zeitung zu nörgeln an. Und dann dauert es
    nicht lange, dann fingen auch die BILD-Leser zu nörgeln an, oder genauer gesagt: sie fingen in
    der Art zu nörgeln an, wie es die BILD ihnen vormachte, denn zu nörgeln gibt es ja immer was. Nun hatten sie auch eine schöne, griffige, einfache Argumentation, die dann auch ihre
    BILD-nichtlesenden Kollegen, Bekannten etc., mit denen sie sprachen, einleuchtend fanden. Ich
    denke an das Jahr 1982, als der Angriff der Kapitalseite in Form des Lambsdorff-Papiers u.a.
    erfolgte, der ja Rückenwind durch den Vormarsch neoliberaler Politik in anderen Ländern (Reagan,
    Thatcher) hatte. Erst vor ein paar Wochen konnte man in dieser ARD-Jahresrückschau (60 mal
    Deutschland) dieses Jahres 1982 weinende FDP-Abgeordnete (!) sehen, die sich Genschers Überlaufen entgegenstellen wollten, und von denen etliche dann zur SPD gewechselt sind. Helmut Schmidt sprach von „politischer Hygiene“, die bei der anstehenden Neuwahl die FDP aus dem Bundestag
    beförden sollte. Doch unsere liebe Klientel, unsere Wählerschaft hat ihre Hygienevorstellungen
    anscheinend eher von der BILD vermittelt bekommen, und so kam’s, wie’s kommen mußte, wie’s immer
    wieder kommen wird: sie wählten ihre Schlächter. Für uns war die Moral von der Geschicht‘: setzt
    du dich für die Kleinen ein, werden sie dich bald abwählen. Denn sie lassen sich die Welt von
    BILD erklären, und dafür kann man uns Sozen doch wirklich nicht verantwortlich machen. Dann setze
    ich mich lieber für die ein, die mich dafür auch, wie es ja sein sollte, belohnen anstatt zu
    strafen.

    Mit sozialdemokratischem Gruß

    Frank-Peer Sozmeier

  24. Franktireur Says:

    @intermute: was ist das denn für eien Argumentation? „Wenn Steinis und Münte erst mal weg sind…“ – wird natürlich alles viel besser.

    Schon mal was von Demokratie gehört? Ist dir vielleicht schon mal aufgefallen, daß man bei Parteitagen, wo der neue Vorstand gewählt wird, bestimmte Leute auch NICHT wiederwählen kann?

    Das ist ein Armutszeugnis. „Wenn Steinis und Münte erst mal weg sind…“ Darauf haben alle anderen in der SPD natürlich jeinerlei Einfluß! Boah, was ärgert mich so was.

  25. Goldener Reiter Says:

    @Wintermute

    Nimm es mir bitte nicht uebel, aber Dein Beitrag illustriert aus meiner Sicht hervorragend, woran es in unserer Parteiendemokratie (nicht nur bei der sPD) mangelt:
    Staatsbuergerliche Gesinnung.

    Insbesondere, dass Du von der „Obrigkeit der Partei“ schreibst.
    „Obrigkeit“ sind die naemlich nicht, sie spielen sich nur als solche auf, und die treu-d***e Basis nimmt es ihnen ab.

    Diese „Obrigkeit“ ist aber nur Ausfuehrungsgehilfe der Basis. Und wenn die Damen und Herren diesen Job nicht ausfuehren wollen, ist es die Pflicht der Basis ihnen ihre Parteiaemter wegzunehmen.

    Dumm ist es, wenn die Neoliberalen im Sozialpelz bereits ein staatliches Amt bekleiden. Aber auch dann kann man mit einem Parteirausschmiss immer noch ein klares Signal an die Oeffentlichkeit senden:
    Wer unser Parteiprogramm ignoriert, der hat bei uns nichts verloren.

    Natuerlich braucht man dafuer einen starken Willen und Standfestigkeit.
    Wenn man das nicht mehr aufbringen kann oder will muss man sich halt von seiner Partei trennen.
    Ein Schritt, den viele Sozialdemokraten bereits gemacht haben.

    Also trau dich: Steig aus!

    (Von mir aus auch, um in ein ordentliches pseudo-politisches Karrierenetzwerk, wie die Union und die FDP es sind, einzusteigen. Da sind die Aufstiegsmoeglichkeiten in der naeheren Zukunft besser.)

  26. fletcher2 Says:

    @Nachdenkseiten-Leser

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2007/12/der-zyklus-der-sonne-steuert-das-klima.html

    http://www.wahrheiten.org/blog/klimaluege/links-zur-klimaluege/

    Nur eine kleine Auswahl.

  27. Systemfrager Says:

    Knigge für Unbemittelte

    Ans deutsche Volk, von Ulm bis Kiel:
    Ihr esst zu oft! Ihr esst zu viel!
    Ans deutsche Volk, von Thorn bis Trier:
    Ihr seid zu faul! Zu faul seid ihr!

    Und wenn sie auch den Lohn entzögen!
    Und wenn der Schlaf verboten wär!
    Und wenn sie euch so sehr belögen,
    dass sich des Reiches Balken bögen!
    Seid höflich und sagt Dankesehr.

    Die Hände an die Hosennaht!
    Stellt Kinder her! Die Nacht dem Staat!
    Euch liegt der Rohrstock tief im Blut.
    Die Augen rechts! Euch geht’s zu gut.

    Ihr sollt nicht denken, wenn ihr sprecht!
    Gehirn ist nichts für kleine Leute.
    Den Millionären geht es schlecht.
    Ein neuer Krieg käm ihnen recht,
    So macht den Ärmsten doch die Freude!

    Ihr seid zu frech und zu begabt!
    Seid taktvoll, wenn ihr Hunger habt!
    Rasiert euch besser! Werdet zart!
    Ihr seid kein Volk von Lebensart.

    Und wenn sie euch noch tiefer stießen
    und würfen Steine hinterher!
    Und wenn Sie euch verhaften ließen
    und würden nach euch Scheiben schießen!
    Sterbt höflich und sagt Dankesehr.

  28. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @fletcher2

    Danke für die Hinweise, werde denen mal folgen – bei Gelegenheit.

    Übrigens, ich neige da zur Grausicht, d.h. nicht schwarz-weiß: Es wird schon was am Klimawandel dran sein, aber er führt sehr wahrscheinlich nicht zum Untergang der Menschheit.

    Übrigens, mir wurde 1988 noch – auf der weiterführenden Schule im GK-Unterricht – beigebracht, dass, wenn das Waldsterben so weitergeht Deutschland im Jahr 2000 eine Steppenlandschaft sein dürfte.

    Toll 2000 war erreich, und weder Steppe noch Baumlos, im Gegenteil alles „beim Alten“, wie man so schön sagt.

    Man muß wohl auch beim Klimaschwindel sagen:

    Wem nützt die Panikmache in sämtlichen seriösen, und unseriösen, Medien?

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  29. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Was die „linken“ in CDU/CSU/FDP/GRÜNEN/SPD angeht, die sollten auch zur Linkspartei emigrieren, oder eine eigene Partei gründen.

    Würde doch um einiges klarer, wo die wahren Neoliberalen sitzen, wenn die sozial gerecht denkenden Menschen aus oben erwähnten Parteien diesen empfehlenswerten Schritt gehen würden? Oder? Immer noch besser als „soziale Feigenblätter“ für Münte, Westerwelle, Merkel, Seehofer & Co. herhalten zu müssen. Oder?

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  30. fletcher2 Says:

    @Nachdenkseiten-Leser
    Natürlich ist was am Klimawandel dran. Korrekter wäre – periodische Klimaschwankung, wobei mit Periode keine Konstante gemeint ist. Es gibt keine Computermodelle, geschweige denn Computer, die verläßliche Klimaberechnungen durchführen könnten. Die benötigten Daten sind zu komplex und unterliegen nicht vorhersehbaren athmosphärischen und geologischen Schwankungen und sind ebenso abhängig von der Sonnenaktivität.

    Das Verhalten der SPD ist jedoch weitaus schwieriger zu erklären; dazu bedürfte es seherischer Fähigkeiten.

  31. antiferengi Says:

    @fletcher2 und @nachdenkseitenleser
    Lasst euch nicht auf das Glatteis der Church of Klimatologie ein.
    Sowohl die Befürworter, als die Gegener produzieren beide Beweise die im Moment absolut nicht beweisbar sind.Beide Seiten agieren mit Computersimulationen wo jeder halbwegs gute Informatiker weiß was dahinter steckt. Wünschenswert wäre endlich eine reale Klimaforschung, damit wir wissen wie Klima funktioniert. Selbst beim IPCC fällt hier alles unter dem Satz „Nach heutigen wissenschaftlichem Erkenntnissstand“.Hierzu gibt es einen Index, – seht ihn euch an.
    Das es damit miserabel aussieht gibt keiner zu, -weil sonst das Geschäft versaut wird.
    Was es mehr als ausreichend gibt sind Klimaerwärmungsfolgenforscher, aber keine Klimaforscher. Das sollte eigentlich alles erklären.

  32. _Flin_ Says:

    Linkspartei… Da lachen ja die Hühner. Da sitzen dann die Leute an der Macht mit dem ideologischen Unterbau, die in 40 Jahren schon einmal einen halben deutschen Staat in den Staatsbankrott geführt haben.

    Und Vermögenssteuer… ist auch im Prinzip ne gute Idee, oder? Verfassungsgemäss wär das nur, wenn alles Eigentum gleich besteuert wird (Immobilien = Vermögen). Und dann eine Höhe von 1% wie vom DIW vorgeschlagen, mit Freibetrag von 500k.

    Aber Moment… Nehmen wir mal Familie Huber aus dem Landkreis München und Familie Petersen aus dem Landkreis Celle.
    Beide haben exakt den gleichen Lebensstandard, wohnen in exakt den gleichen Häusern (gebaut von Opa und Oma, 300qm Wohnfläche, dazu 1000 m2 Grund).

    Familie Huber muss für ihr Haus im Wert von ca. 750.000 Euro Vermögenssteuer zahlen, Familie Petersen für ihr Haus im Wert von 390.000 Euro keine Vermögenssteuer zahlen.

    Tolle Wurst Vermögenssteuer.

    Mal davon abgesehen, dass Familie Huber sowieso schon mehr Steuern zahlt, um den gleichen Lebensstandard bei erhöhtem Preisniveau zu haben.

    Was ist mit Betriebsvermögen? Anteilen an GmbHs? Werden die auch besteuert? Muss man also in Zukunft für die Gewinne, die man hart erarbeitet hat, und mit denen man eine Rücklage für schlechte Zeiten bildet, dann auch noch Vermögenssteuer zahlen? Weil man die Kohle nicht sofort ausschüttet und dann auf den Kopf haut?

    Vermögenssteuer ist ein Riesenquatsch. Entweder durch und durch ungerecht oder ein bürokratisches Monstrum.

    Wir brauchen keine neuen Steuern, wir brauchen weniger Ausgaben und Vergeudung von Staatsseite. Und dazu weniger Steuern (von der Anzahl her). Die, die übrig bleiben, können ja gerne erhöht werden.

    Mehr Transparenz im deutschen Steuersystem, mehr Einfachheit, weniger Scheingerechtigkeit, die nur Bürokratie erzeugt. Das brauchen wir.

  33. flatter Says:

    @Flin:
    1) Familien zahlen keine Steuern. Bürger zahlen steuern.
    2) Selbst Bewohntes Eigentum unterliegt anderen Regeln. Bei sonstigem besitz ist ein euro tatsächlich ein Euro. Daß Werte schwanken, zum Beispiel an den Börsen, kann man wohl kaum der steuergerechtigkeit anlasten.
    3) Durchgängig gerechte Steuern und Abgaben, die auf unterschiedlichste Fälle gleich wirken, sind utopisch. Soll man daher gar keine mehr erheben?
    4) Hier wird wieder einmal mit einer wirren Konstruktion angeblicher Ungerechtigkeit die größte Ungerechtigkeit rechtfertigt. Und das ist nicht nur extrem unsozial, sondern ebenso unwirtschaftlich.

    Aber schön auswendig gelernt, die neoöiberalen Weisheiten. Allein: Sie übezeugen hier niemanden.

  34. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @flatter

    Danke für die Unterstützung.

    Ich dachte mir gleich, dass „Flin“ zur Sorte gehört, die Sascha Adamek in „Schön reich – Steuern bezahlen die anderen“ beschrieben hat.

    Ein angestellter marktradikaler Schreiberling eben.

    Lustig finde ich, dass der Antikommunismus des Schreiberlings 1:1 auf NPD,DVU, REPS und Konsorten übertragbar ist. Warum? Man sieht, dass Neoliberale und heutige Rechtsextremisten ein- und diesselbe Mischpoke sind.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  35. Zasti Says:

    @fletcher2

    „Die sogenannte Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die von Menschen gemachte Klimakatastrophe haben eines gemeinsam. — Beides gibt es nicht!“

    100% Zustimmung !

  36. Stern Says:

    Frage ist, was kommt NACH den nächsten Wahlen?

    In Krisenzeiten wählen die Menschen leider immer sehr gerne konservative Rabulistiker, also Neuauflage von großer Koalition bzw. noch mehr CDU.

  37. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Stern

    „Konservative Rabulistiker“? Also die letzte Krise anno 1929 brachte uns keinen „konservativen Rabulistiker“ als Kanzler sondern einen faschistischen Großdiktator namens Adolf Hitler.

    Was viele heute nur allzugerne vergessen machen wollen: Hitler wurde von vielen Deutschen, größtenteils ehemaligen Nichtwählern ins Amt gehievt.

    Fazit:

    Hier scheinen wir Glück im Unglück zu haben, denn nach dem Abgang Jörg Haiders in Österreich sehe ich keine Gefahr für die Demokratie in Europa von ganz Rechts aus.

    Zumindest was Deutschland angeht können wir uns hier beruhigt zurücklehnen, und uns darauf verlassen: Die Geschichte wiederholt sich nicht!

    Zum Glück für uns alle hier! 😉 🙂

    Dennoch haste Recht, die Menschen wählen immer das Original der Menschenverachtung, und leider ist dies in Deutschland die CDU/CSU/FDP und (nicht mehr) GRÜNE und SPD – die waren nur nützliche Narren, die Dinge umgesetzt haben, die sich CDU/CSU/FDP nie getraut hätten und die nun gehen können – die GRÜNEN und die SPD.

    In der Oppossition können die sich regenerieren, und die Neoliberlalen bei der SPD und den GRÜNEN sind dann dort tätig wo die immer hin wollten, bei ihren heimlichen Auftraggebern in der Großindustrie.

    Einzig Gute, die Linkspartei hat auch bewiesen, dass man in der Oppossition viel erreichen kann, und sollten GRÜNE und SPD ihren Status als Oppossitionsparteien wieder erhalten, und wirklich einen Schwenk weg von der Agenda 2010, und allen Sozialabbau-Verbrechen machen, dann könnte es, trotz Regierung aus FDP/CDU/CSU harte Zeiten für Neoliberale geben.

    So meine Logik, an der wohl etwas dran ist, wenn man bedenkt, dass Polizei und Militär in Deutschland schon für die Niederschlagung von sozialen Unruhen gemeinsame Übungen machen….

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  38. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Was übrigens „soziale Unruhen“ in Deutschland angeht, die gibt es nur in der Phantasie von Gesine Schwan – Man merkt dies auch daran, dass ausgewiesene „Terrorismusexperten“ wie Udo Ulfkotte Bücher zum Thema schreiben, und nix passiert, weder Bürgerkrieg noch Unruhen.

    Wäre es anders, dann wäre der gute „Terrorismus“experte“ wohl schon längst ausgewandert.

    Man könnte auch – mit den Worten eines litauischen Holocaustüberlebenden schreiben – „in der Not ist der Deutsche Feige“.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  39. _Flin_ Says:

    @Flatter:
    zu 1: Das sind doch semantische Spitzfindigkeiten. Ich kann auch von „Herrn Huber“ oder „Frau Huber“ reden. Klassisches Rechthaberargument, um das Gegenüber blöd dastehen zu lassen. Ich persönlich halte es für irrelevant.
    zu 2: Deswegen gibt es doch keine Vermögenssteuer mehr. Vermögen ist Vermögen und muss gleich behandelt werden. Ob das jetzt das Häuschen ist oder die Bundesanleihen, mit denen ich die Miete zahl, darf nicht relevant sein.
    3: Steuerpolitik ist immer ungerecht. Nur bietet jede neue Steuergesetzgebung neue Schlupflöcher für die, die sich die teuersten Anwälte und die besten Lobbyisten leisten können. Was die Frage „Soll man keine mehr erheben?“ zu bedeuten hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wer sagt sowas? Du?

    @Nachdenkseiten-Leser: Lustig, was Du hier für Dinge in den Mund nimmst, was ich so alles sei.
    1. Verbitte ich mir, in einen Topf mit Rechtsextremen geworfen zu werden, nur weil ich nicht zustimme, dass jeder, der in München und Umgebung ein Haus hat, teilenteignet werden soll.
    2. bin ich kein bezahlter Schreiberling (was ist das überhaupt für ein Goebbels Wortschatz, der da die ganze Zeit verwendet wird?). Wer sollte schon Leute bezahlen, um hier auf Platz 37 zu allgemeinen Themen dahinzuschwafeln. Nimmt sich da vielleicht wer etwas zu wichtig? Obwohl, ich vergaß, in der neoliberal-rechtsextremen-antikommunistischen Weltverschwörung ist alles möglich.

    Wie hier mit dem Dreschflegel auf alles eingedroschen wird, was nicht sowieso der gleichen Meinung ist. Schon lustig. Aber bitte, bezahlt ihr nur weiter Kaffee und Sektsteuer. Weil das sind ja böse böse reiche Getränke. Müssen ja besteuert werden, ist ja Luxus. Und wenn jemand sagt, das ist Quatsch, dann ist er ein neoliberaler Antikommunist und rechtsextrem noch dazu.
    Und böse böse, da hat wer ein Haus und ich hab keins. Sofort Vermögenssteuer drauf.

    Wenn ihr hier nur Leute mit Eurer Meinung haben wollt, nur weiter so. Da könnt Ihr Euch dann im Kreis aufstellen, Euch gegenseitig auf die Schulter klopfen und Euch sagen, wie toll ihr doch seid, dass ihr die Welt verstanden habt und das doch alles besser wäre, wenn ihr doch nur was zu sagen hättet.

    Dass aber ein 65-jähriger Handwerksmeister (oder sonstiger Selbständiger oder Unternehmer) im Ruhestand, bestimmt nicht schweigend dabei zuschaut, wenn eine Steuer eingeführt wird, bei der auf seine zigfach versteuerte Altersvorsorge (Einkommensteuer, Kapitalertragssteuer, Grundsteuer, Abgeltungssteuer) auch noch eine Bestandssteuer erhoben wird, da bin ich mir sicher.

    Wenn dann die 3,5% Zinserträge erstmal mit 28% (sagen wir der Einfachheit in diesem Fall 1% Rendite) besteuert werden, dann kommt noch die Inflationsrate drauf, sagen wir 1,5%, dann kommt noch 1% Vermögenssteuer auf die Substanz, und es ist genau nichts mehr übrig. Lieber Handwerksmeister, deine Realrente beträgt jetzt 0 Euro im Monat, bitte verkauf Dein Haus.

    Toll gemacht.

    Was macht der Handwerksmeister? Geht er halt zur Deutschen Bank, zum Ackermann. Der verspricht 25% Eigenkapitalrendite. Oder er beteiligt sich an anderen Unternehmen, die dann eben Überstunden nicht mehr bezahlen, die Arbeitszeiten raufsetzen, alle rausschmeissen die es wagen, mal den Mund aufzumachen etc.

    Und wem werden denn für die 1% Vermögenssteuer die Daumenschrauben angelegt? Den Reichen? Das glauben auch nur die Naivsten. Dir und Mir werden sie angelegt.

  40. flatter Says:

    @flin:
    1) Das ist alles andere als eine Spigtzfindigkeit. Die Demagogie besteht nämlich darin zu suggerriern, Familien flögen aus ihren Wohnungen, weil die Vermögens- oder Erbschaftssteuer so hoch ist. ggf. summieren sich aber die Freibeträge, die auch so schon beträchtlich sind.
    2) stimmt nicht, im Gegenteil sieht die Novellierung der Erbschaftssteuer explizit eine sonderregelung für selbst genutztes Wohneigentum vor.
    3) Du behauptest, man solle keine Vermögenssteuer erheben, weil diese nicht gerecht sei.
    Deine Argumente sind reichlich windschief und zeuegn davon. daß Die Deine Meinung nicht durch Fakten verwirren läßt. Darum beende ich die Diskussion für meinen teil auch an dieser Stelle. Und noch einmal der Hinweis: Mit Argumenten von der Stange kannst Du hier niemanden überzeugen. Wir kennen die Propaganda schon.

  41. flatter Says:

    @nds-leser:
    In einem hat er freilich recht, der fin: Mit solchen persönlichen Angriffen übrzeugst Du auch niemandem von Deiner Meinung. Nicht einmal jemanden, der dafür offen wäre.

  42. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @flatter

    „[…]In einem hat er freilich recht, der fin: Mit solchen persönlichen Angriffen übrzeugst Du auch niemandem von Deiner Meinung. Nicht einmal jemanden, der dafür offen wäre.[…]“

    Ich weiß nicht, ob ich jemanden persönlich angegriffen haben, wenn ja, dann entschuldige ich mich, aber ich bleibe dennoch bei meiner Ansicht, dass Neoliberale und Rechtsextremisten ein- und dasselbe sind.

    Ich mache meine Meinung übrigens nicht vom Hörensagen abhängig sondern davon, dass Neolibs und Nazis, so meine Lebenserfahrung mit einem REP, oft derselben Ansicht sind.

    Zufall? Daran glaubt ihr doch wohl selber nicht?

    Oder?

    Was „Berufsschreiberlinge“ im Internet angeht, da habe ich wohl doch nicht allein den Verdacht, Roberto J. de Lapuente hat diesen sogar einen ganzen Artikel gewidmet:

    http://ad-sinistram.blogspot.com/2009/07/in-eigener-sache-belagern-uns-ich-ags.html

    Wer mir jetzt noch widersprechen will, der kann es tun, aber lest bitte vorher den Arikel von Roberto J. de Lapuente.

    Was der flin angeht, da betrachte ich die Diskussion als fruchtlos, da er mich auch an andere unbelehrbare Betonköpfe – ironischer Weise aus dem Stalinismus – erinnert, ergo beende ich die damit, soll der doch mit seiner Meinung glücklich werden, so falsch die auch ist, ich bleib bei meiner, die ich mir von keinem, nicht einmal von ihm, nehmen lasse.

    Neoliberalismus ist nämlich keine Meinung, sondern ein Verbrechen, dass sogar eine „Neue Weltwirtschaftskrise“ (Zitat: US-Nobelpreisträger für Wirtschaft: Paul Krugman) heraufbeschworen hat, die ganz genauso schlimm wird wie anno 1929.

    VOR der Wahl natürlich nicht, aber wenn Maggy Merkel die Wahl GEWONNEN hat, dann SCHON – ein Verbrechen eben, keine Meinung.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  43. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Was den REP angeht, seine Verwandtschaft kann man sich leider nicht aussuchen, und da wird man – neugierig geworden – oft mit so mancher Aussage konfrontiert, die man heute in Wahlprogrammen der Neolibs in CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNEN findet.

    Zwangsarbeit z.B. für Arbeitslose ist für NPD/REPS/DVU ein alter Hut – Heute wollen die Arbeitslose wieder einfangen, und erzählen oft das Gegenteil, aber in den 90ern war die Sprache des Sozialrassismus eine Sprache der Rechtsextremen – das sollte man nicht vergessen, wenn man diese fremdenfeindlichen Unmenschen wählen will.

    Übrigens, sogar der Apartheids-Rassismus wird von Neolibs und Rechtsextremen geteilt: Man ist gegen „Ausländer“ und Asylanten, insofern die arm sind und kein Geld haben.

    Bei anderen kann man schon flexibel sein, da die ja Kohle und Arbeitsplätze nach Deutschland bringen.

    Auch international (hochaktuelles Beispiel Honduras Putsch mit FDP-Unterstützung – so auf Nachdenkseiten nachzulesen) sind sich Neolibs und Faschisten oft näher als so manchem hier lieb ist.

    Und bei der „Schocktherapie“ der Globalisierungskritikerin Naomi Klein kann man nachlesen, dass der Neoliberalismus und Faschismus in Chile „Brüder im Geiste“ waren.

    Wer das alles leugnet, dem empfehle ich dringendst Nachhilfe in der Geschichte der neoliberalen Ideologie (die ja keine sein will, aber alle Kennzeichen einer Ideologie in sich trägt).

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  44. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Solltet ihr natürlich der Meinung sein, dass wir Deutschen ein Volk von Widerständlern sind, und Adolf Hitler war der größte Widerständler von allen – gegen sein eigenes Drittes Reich – dann vergesst was ich geschrieben habe.

    Da erledigt sich jede Diskussion von alleine.

    Adieu
    Nachdenkseiten-Leser

  45. Systemfrager Says:

    @ Nachdenkseiten-Leser (43)

    Neoliberalismus ist nämlich keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

    Noch genauer: EINE INSTUTUTIONALIESIERTE RÄUBEREI!

    Wie hat es der sizilianische Mafiosi gesagt: „Wir werden keine Gesetze brechen, weil die Gesetze werden wir schreiben.“ Das ist das wahre Wesen des Neoliberalismus.

  46. flatter Says:

    @Systemfrager: Keine Ahnung warum, Du bist in Akismet hängen geblieben. Und je öfter Du Dein Posting speicherst, desto eher wird es als Spam erkannt.

  47. stern Says:

    @ Nachdenkseitenleser:

    Mag sein, dass „konservative Rabulistiker“ ein wenig mild ist, aber damit meine ich Rabulistiker vom Schlage Schröders wie vom Schlage Kochs (oder Oettingers),
    Clement darf auch nicht fehlen.

    Inwiefern die schon ausgewiesene Faschisten bzw. Nazis sind… kann sich jeder selber überlegen, die Fallhöhe nach unten Richtung Hitler ist unendlich.

  48. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Stern

    Thomas Wieczorek „Die Dilettanten“ meint, dass Öttinger, Koch & Co. eindeutig als „rechts“ in der CDU angesiedelt bezeichnet werden dürfen – insofern ist „die Fallhöhe nach unten…“ wohl wirklich unendlich.

    Wer übrigens, wie Schröder, Clement Arbeitslose mit Nazibegriffen (z.B. Parasit) kennzeichnen will, der ist, trotz SPD-Parteibuch wohl ähnlich anzusiedeln „die Fallhöhe nach unten…“ betreffend.

    Grüße
    Nachdenkseiten-Leser

  49. Kulle Says:

    Die SPD ist durchwandet von Menschen, die nach gängiger Definition überhaupt keine Sozialdemokraten sind, sich aber Sozialdemokraten nennen, weil sie ja schließlich in der der Sozialdemokratischen Partei sind. Das beschränkt weiß Gott nicht auf die Spitze der Partei mit ihren Seeheimern, ich merke das in meinem SPD-/Juso-Unterbezirk genauso.

  50. đª]V[ªX » Hört mal, “Sozialdemokraten” Says:

    […] Hört mal, “Sozialdemokraten” Ausgerechnet aus einer Großen Koalition heraus und inmitten einer Wirtschaftskrise wollen sie ausdrücklich darauf verzichten, Steuern bei denen zu kassieren, die reichlich haben, außer etwas geleistet. Das ist putzig. Wen genau wollen sie damit eigentlich überzeugen, und vor allem: Wovon? […]

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