Eskalation, Militärschlag, Angriff: Wie kein Krieg keine Sicherheit nicht gefährdet

Es ist noch immer kein Krieg in Afghanistan. Zwar werden dort jetzt auch deutsche Panzer eingesetzt, um „Taliban“ zu jagen und zu töten, aber auch das ist noch kein Krieg, wie gehabt: Kein Krieg im Krieg gegen den Terror. Die Afghanen dürfen bald zwischen unterschiedlichen korrupten Kandidaten für das Amt des Präsidenten von Kabul wählen. Um diese Farce schon im Vorfeld militärisch aufzuwerten und dafür zu sorgen, daß auf jeden Fall Kampfhandlungen stattfinden, gibt es heuer einige Geländegänge mit Granateneinsatz. Nützen wird das nichts, aber sterben werden dafür weitere Menschen.

Die Illusion, man könne durch miltiärische Operationen auch nur kurzfristig die bewaffneten Islamisten, Drogenbosse und sonstige Warlords zurückwerfen, ist schon zur Zeit der sowjetischen Besatzung geplatzt. Aber unser Verteidigungsminister ist davon überzeugt, daß die deutschen Brunnenbohrer durch ihren Nichtkrieg mehr Erfolg haben werden.
„Dann schießt mal schön“, möchte man sagen, wären da nicht die Leute, die tot umfallen und das unerträglich zynische Spiel um angebliche Sicherheit. Die Bundeswehr sei am Hindukusch, um die Sicherheit der BRD zu gewährleisten. Das ist an sich schon so kreuzdämlich, daß es einen nicht wundert, wenn dafür seit Jahren kein einziges nachvollziehbares Argument geliefert wird. Im Anfang war da übrigens die „uneingeschränkte Solidarität“ mit den USA, da war von deutscher Sicherheit noch gar keine Rede.

Es sprengt einem aber die Schädeldecke weg, wenn dann wiederum verlautbart wird, die Einsätze der Bundeswehr führten daheim zu einer größeren/schärferen/gefährlicheren „Bedrohunglage“. Diese wiederum muß durch schärfere Maßnahmen zur Inneren Sicherheit und die Einschränkung von Freiheitsrechten bekämpft werden. Derweil werden Vergeltungsmaßnahmen der „Taliban“ durch stärkere Truppenpräsenz und Gegenoffensiven beantwortet, die zu weiteren Bedrohungslagen führen. Auf diese Weise wird die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland am Hindukusch verteidigt.

Das stimmt auch völlig, sofern es sich bei „Sicherheit“ um den Einsatz von Sicherheitstechnologie, Militär und Polizei handelt. Das exakt wird am Hindukusch verteidigt, gefördert und auf irrwitzige Weise „legitimiert“. Deutschland will dahin, wo die USA und Russland längst sind: Hin zu ständigen sinnlos blutigen Auslandseinsätzen und einer paranoiden „Inneren Sicherheit“. Ginge es wirklich um Frieden und Sicherheit, gäbe es nur eine Option: Sofort diesen Irrsinn zu beenden. Es ist ein unfaßbares Armutszeugnis für diese Gesellschaft, daß sich die Menschen in Zwiesprech einlullen lassen und diejenigen bestärken, die solche sinnlosen Kriege führen.
Vor einigen Jahren noch hätte man jeden für verrückt erklärt, der solche Zustände vorausgesagt hätte. Man hätte diese Demokratie für gereifter gehalten.

Säbelrasseln, Basta-Politik, eine Sozialdemokratie, die ihr Klientel als Schmarotzer beschimpft und Golfclubs fördert, Verherrlichung des Adels, Begünstigung von Reichen bei Senkung von Sozialleistungen, Medien, die die Einheitsmeinung verbeiten, gnadenloses Mobbing gegen Andersmeinende – und weit und breit keine APO, die solche prädiktatorischen Entwicklungen anprangert. Deutschland 2009 – Es ist wieder zum Fürchten.

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34 Antworten to “Eskalation, Militärschlag, Angriff: Wie kein Krieg keine Sicherheit nicht gefährdet”

  1. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Die militärische Sprache unserer Mainstream-Medien sprechen heute eine klare Sprache, und ich frage mich was unser Grundgesetz noch wert ist: „Bundeswehr startet Großoffensive gegen Taliban“ – im ZDF.

    Haben die eigentlich noch nie etwas vom verfassungsmäß festgelegten Verbot eines Angriffskrieges für die dt. Politik, das Militär gehört?

    Wo sind ergo die wahren Verfassungsfeinde in Deutschland? Ich wag mal die Prognose, die, die als Verfassungsfeinde bezeichnet werden – eben die Linkspartei – sind es ganz sicher nicht.

    Ich denke man sollte eher bei der NLEP Deutschlands, und der „Mutter der Nation“ Maggy Merkel, Kanzlerin, suchen.

    Der Vorgang beweist mal wieder unsere Dilettanten im Berliner Bundestag pfeiffen sogar auf unsere Verfassung, wenn es ihrem Machtkalkül dient.

    Wo ist die Bürgerrechtsbewegung die dies stoppt?

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  2. Aranxo Says:

    Lieber NDS-Leser,

    Leider liegen Sie nicht ganz richtig. In der Verfassung ist nur festgelegt, dass die VORBEREITUNG eines Angriffskrieges verboten und mit Strafe belegt ist. Das FÜHREN des Angriffskrieges ist dagegen erlaubt, zumindest dann, wenn die Vorbereitung jemand anders ausbaldowert hat, also in dem Fall die USA. Die ist zumindest offizielle Rechtsauffassung der Bundesanwaltschaft, die mit diesem Argument sämtliche Anzeigen gegen die Bundesregierung abbügelt. Depremierend, aber wahr.

    Außerdem würde ich es vermeiden, die Regierenden als Dilettanten hinzustellen. Die Regierung als Deppen, die keine Ahnung haben, zu bezeichnen, ist eher Kritik von rechts. Kritiker von links sollten lieber davon ausgehen, dass die genau wissen, was sie machen, und warum sie es machen. Qui bono? ist da immer die entscheidende Frage.

    Ich bin mal gespannt, wie man am 1. September den Beginn des „Hilfseinsatzes“ in Polen vor 70 Jahren begeht.

  3. Stern Says:

    Wenns um Krieg geht, einfach mal den Experten fragen:

    Clausewitz

    „Krieg ist ein Akt der Gewalt, der dazu dient, dem Gegner den eigenen Willen aufzuzwingen…“

    „Krieg ist die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln.“

    „Wer das größere Maß an qualitativer und quantitativer Gewalt ausübt, gewinnt den Krieg…“

    Damit dürfte dann klar sein, dass ein Bundeswehr-humanitär-Friedenseinsatz nicht existiert.
    In Afghanistan und Umgebung geht es darum, den Afghanen und Nachbarvölkern unseren (amerikanischen) Willen mit soviel Gewalt wie notwendig aufzuzwingen.
    Deshalb wurde die Bundeswehr dahin geschickt, und NICHT:
    – das Entwicklungshilfeministerium
    – das THW (Techn. Hilsfwerk: Brunnen bohren etc).
    – das Rote Kreuz, die Caritas, Misereor etc.

    Sondern die Bundeswehr wurde geschickt.
    Wer erwartet, dass ein Soldat nicht schießt, wenn es nötig sein sollte, möge seine psychische Gesundheit und seine kognitiven Fähigkeiten einer Prüfung unterziehen lassen.
    Ein Soldat, der nicht schießen will, wenn er muss, ist ein toter Soldat.
    Keine Armee produziert bewusst eigene tote Soldaten. Die eigenen Soldaten sollen nicht selber sterben, die sollen anderen beim Sterben helfen.

    In Afghanistan befinden wir uns im Krieg und jeder, der etwas anderes erzählt, ist entweder:
    – ein Vollpfosten
    – liegt im Koma
    – wird von den Amis geschmiert
    – wird von Ami-nahen Verbündeten geschmiert
    – ist verrückt
    – arbeitet für die Rüstungsindustrie
    – arbeitet für die Ölindustrie
    – arbeitet für die Opium-Heroin-Industrie
    – arbeitet für den CIA oder einen sonstigen Geheimdienst
    – glaubt an den Weihnachtsmann, den Osterhasen und den Nikolaus
    – ist der Teufel / Kriegsgott / Antichrist / das Böse
    – existiert nicht (aka anonymer Presse-Informant).

  4. Tim Says:

    „Deutschland 2009 – Es ist wieder zum Fürchten.“

    In der Tat!

  5. landbewohner Says:

    das 4. reich droht nicht, wir sind bereits darin angekommen. und es gibt zwar menschen in diesem land, die das ganze gern stoppen würden, aber es fehlt die „gesellschaflich relevante gruppe“ die diesen ganzen irrsinn, krieg im inneren und äußeren, ausverkauf des staatseigentums,einführung der klassenjustiz, immer dreistere meinungs(medien)manipulation, abschaffung des grundgesetzes etc. nicht nur stoppen sondern zumindest klar benennen würde.
    medien, kirchen, gewerkschaften, ngo´s,caritative vereinigungen, parteien sowieso schweigen still oder, wenn mal hoch kommt, bieten „verbesserungsvorschläge“ an oder fordern „nachbesserungen“ ein. die neofaschistischen neuen machthaber lässt so etwas kalt. ich sehe schwarz. kein lichtstreif am horizont.

  6. aebby Says:

    Irrsinn total! Ich habe eine Petition zur Beendigung des Einsatzes eingereicht. In den Petitionsbedingungen gibt es genügend Klauseln, die eine Ablehnung der Petition rechtfertigen würden (z.B. Belastung internationaler Beziehungen) … bin mal gespannt ob sie angenommen wird.

  7. Kobacki Says:

    Also die Bundeswehr untersteht zwar dem Verteidigungsministerium aber das untersteht widerrum der Nato. Da dies ein Bündnisfall ist
    fallen nahezu alle deutschen Gesetze aus…

  8. Frank F. Says:

    Sehr gelungener Text, der das Wesentliche kurz und knapp auf den Punkt bringt!

    Hier lässt sich ein ganzes Volk widerstandslos das Kissen – genannt: Demokratie – unterm Ar*** wegziehen, auf dem es sich nach wie vor zu ruhen wähnt.

    Die Lethargie ist um so unverständlicher, als dass gerade wir es aus der mehrfachen geschichtlichen Erfahrung es eigentlich sehr viel besser wissen müssten…

  9. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Sie schreiben mir:

    „[…]Leider liegen Sie nicht ganz richtig. In der Verfassung ist nur festgelegt, dass die VORBEREITUNG eines Angriffskrieges verboten und mit Strafe belegt ist. Das FÜHREN des Angriffskrieges ist dagegen erlaubt, zumindest dann, wenn die Vorbereitung jemand anders ausbaldowert hat, also in dem Fall die USA. Die ist zumindest offizielle Rechtsauffassung der Bundesanwaltschaft, die mit diesem Argument sämtliche Anzeigen gegen die Bundesregierung abbügelt. Depremierend, aber wahr.[…]“

    Danke für den Hinweis, aber eine Quelle für diese Behauptung hätte ich dennoch gerne – Ich geh davon aus, dass unsere Verfassung sich ganz klar gegen Angriffe durch dt. Soldaten ausspricht, eben wegen dem Überfall auf Polen, der angeblich „sauberen Wehrmacht“.

    „[…]Außerdem würde ich es vermeiden, die Regierenden als Dilettanten hinzustellen.[…]“

    Und wenn Sie es sind? Wenn Sie nur Marionetten von INSM, Rüstungsindustrie und Co sind? Soll man die nicht so nennen? Soll man sich hier freiwillig die Meinung verkneifen, dass alle fremdgesteuert sind?

    „[…]Die Regierung als Deppen, die keine Ahnung haben, zu bezeichnen, ist eher Kritik von rechts. Kritiker von links sollten lieber davon ausgehen, dass die genau wissen, was sie machen, und warum sie es machen. Qui bono? ist da immer die entscheidende Frage.[…]“

    Danke für den Hinweis, aber ein prominenter „Linker“ sieht es hier genauso wie ich, und hat sogar ein Buch mit dem treffenden Titel “
    Die Dilettanten: Wie unfähig unsere Politiker wirklich sind“ von Thomas Wieczorek

    …geschrieben.

    Ansonsten gebe ich Ihnen recht, auch wenn ich mir, in einem Land wo unsere Dilettanten in Berlin sogar die Denkweise was „links“ und „rechts“ ist vorschreiben wollen, nicht vorschreiben lasse wenn ich als Versager ansehe.

    „[…]Ich bin mal gespannt, wie man am 1. September den Beginn des “Hilfseinsatzes” in Polen vor 70 Jahren begeht.[…]“

    Kann ich jetzt schon ahnen, wo doch regierungsseitig (Guttenberg) die dt. nicht als Verursacher, sondern als Opfer des II. Weltkrieges beschrieben werden.

    Gruß
    Nachdenseiten-Leser

  10. Peinhard Says:

    Das ist aber keine ‚prädiktatorische Entwicklung‘ – vielmehr leben wir unter stetig zunehmendem Diktat und Terror der sogenannten ‚Ökonomie‘. Die kann sich zwar auch in staatlich-politisches Diktat kleiden, was sie aber zumindest in den ‚entwickelten‘ Gesellschaft iA gar nicht mehr nötig hat, da die entsprechenden Zwänge längst über Generationen verinnerlicht sind und als ’natürlich‘ nicht nur propagiert, sondern eben auch längst empfunden werden. Dieser wesentlich umfassendere Totalitarismus bleibt so meistens außerhalb des Blickfeldes, das sich – dies ist auch eine Schwäche der gängigen Dystopien von Huxley bis Orwell – meist zu sehr nur auf den politischen Bereich konzentriert. Wenn es allerdings eng wird, dann kann auch die politische Seite von ‚Demokratie und Marktwirtschaft‘ wieder ganz schnell zeigen, was wirklich Sache ist…

    @Frank F. – wen kümmert es schon, dass wir das im Grunde alles schon mal hatten, dass Wirtschaftspolitik alá Brüning betrieben wird, dass CDU und FDP bereits den Bundesarbeitsdienst vorbereiten – und dass auch Rüstung und Krieg (der ’staatssozialistische‘ Part jeder ‚Demokratie‘) wieder zu Glanz und Gloria verholfen werden soll. Beim Umgang mit Sprache und eben auch Geschichte lohnt Orwell allemal noch…

  11. Peinhard Says:

    Dazu noch ein aktuelles Interview aus der jW:

    „[Die Weltwirtschaftskrise] ist die schärfste Krise seit 80 Jahren. Wir Gewerkschafter sollten wissen, auf welche Weise die Kapitalisten die Krise 1929 gelöst haben – mit Faschismus und Weltkrieg. Diese Gefahren drohen erneut. Ist erst die Phase der Kurzarbeit beendet, werden Unternehmer zu massenhaften Kündigungen übergehen. Das kann nicht einfach hingenommen werden. Als ich vor 40 Jahren als Lehrling gegen die Notstandsgesetze auf die Straße ging, sprach der damalige Innenminister Paul Lücke aus, wozu diese seiner Meinung nach dienen sollten: Sie seien erforderlich für Zeiten, »wenn es in der Wirtschaft hagelt«.“

    http://www.jungewelt.de/2009/07-23/044.php

  12. daMax Says:

    Ich denke, die fehlende APO stimmt so nicht ganz. Leider ist sie nur total zersplittert und zerstritten. Man denke nur an AK VDS, AK Zensur, AK Daten und AK FSA…

    Je mehr Leute am 12.September 2009 auf die Großdemo ins Berlin kommen, umso größer ist die Chance, dass sich die APO vielleicht doch endlich mal findet. Und damit viele Leute kommen, sollten wir jetzt mal gewaltig die Werbetrommel rühren. Auch in diesem Blog könnte ein Banner kleben…

    http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freiheit_statt_Angst_am_12._September_2009/Designvorschl%C3%A4ge

    Grüße,
    daMax

  13. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Peinhard

    „[…]Beim Umgang mit Sprache und eben auch Geschichte lohnt Orwell allemal noch…[…]“

    Dito, auch wenn Orwell eigentlich ein ganz anderes System kritsiert hat, zeitlebens, als den Kapitalismus…

    Sein Buch „Animal Farm“ bringt es auf den Punkt – die Ostblockstaaten und die Sowjetunion waren in dieser Tierfabel gemeint.

    Man könnte es auch eine der vielen Ironien der Geschichte nenne, wenn ausgerechnet Orwell als Kritiker des Neoliberalismus herangezogen wird? Oder?

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

    PS: Noch so eine Ironie, m.E. haben die Neoliberalen, wenn auch nicht alles, doch vieles, von der gescheiterten staatssozialistischen Ideologie geklaut – Die Formel „There is no alternative“ gab es angeblich schon bei J. Stalin – Nur meinte dieser den „alternativlosen“ Staatskommunismus seiner Prägung. Sollte dies stimmen, noch so eine Ironie der Geschichte…..

  14. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Ich kann nur aus einem Holocaust-Buch über die Massenmorde in Kaunaus zitieren, da meinte ein dt. Jude unter den Opfern: „In der Natur sind die Deutschen feige!“

    Stimmt, man sieht es ja jetzt auch beim gesellschaftlichen Umgang mit dem Neoliberalismus, keiner traut sich offen, und vor allem unorganisiert, dagegen anzukämpfen – siehe oben.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

    PS: Was die Feige Natur meiner Landsleute angeht, die kämpfen in Afghanistan mit Verbrechern gegen Verbrecher – eine afgh. Frauenrechtlerin und Politikerin, Malalai Joya, hatte den Mumm Karsai und Co. im afgh. Parlament als Kriegsverbrecher zu bezeichnen, d.h. um diese Kriegsverbrecher, die auch nicht besser als die Taliban sind – so Malalai Yoja-
    , eine Wiederwahl abzusichern führt Deutschland die Großoffensive gegen die „Taliban“.

  15. Peinhard Says:

    @NDS-Leser

    „Dito, auch wenn Orwell eigentlich ein ganz anderes System kritsiert hat, zeitlebens, als den Kapitalismus…“

    Da irrst du aber erstens sehr (ein ‚Sozialist‘ im undogmatischen Sinne war und blieb Orwell zeitlebens), und verstehst zweitens auch immer noch nicht, dass ‚marktwirtschaftlicher‘ Kapitalismus und ‚real existierender‘ Sozialismus nur zwei, sogar nicht einmal so weit auseinanderliegende Varianten ein und desselben Systems sind bzw waren. Zu dem sich eben der Faschismus noch als drittes ’namhaftes‘ gesellt. Das ist zwar alles beileibe nicht ‚ein und dasselbe‘, hat aber den entscheidenden gleichen Kern aus abstrakter Lohnarbeit, Warenproduktion und Geldfetischismus.

  16. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Peinhard

    Du schreibst:

    „[…]Da irrst du aber erstens sehr (ein ‘Sozialist’ im undogmatischen Sinne war und blieb Orwell zeitlebens), und verstehst zweitens auch immer noch nicht, dass ‘marktwirtschaftlicher’ Kapitalismus und ‘real existierender’ Sozialismus nur zwei, sogar nicht einmal so weit auseinanderliegende Varianten ein und desselben Systems sind bzw waren. Zu dem sich eben der Faschismus noch als drittes ‘namhaftes’ gesellt.[…]“

    Wo schreibe ich denn, dass Orwell kein Sozialist war? Dein Vergleich, dass Kapitalismus und Sozialismus identisch ist, denn hätte ich gerne genauer erklärt, denn soviel ich weiß gibt es – nur bei Robert Kurz – keine gravierenden Unterschiede zwischen beiden Ideologien, und Robert Kurz ist nicht allein auf dieser Welt, andere sehen es anders als sein „Schwarzbuch Kapitalismus“. Den Faschismus mit dem Sozialismus gleichzusetzen halte ich übrigens für hanebüchenen Unsinn.

    Du selbst schreibst ja:

    „[…]Das ist zwar alles beileibe nicht ‘ein und dasselbe’, hat aber den entscheidenden gleichen Kern aus abstrakter Lohnarbeit, Warenproduktion und Geldfetischismus.[…]“

    Es sind grundverschiendene Systeme der Menschenverachtung und Faschismus ist eher mit Kapitalismus gleichzusetzen als mit Sozialismus – eine Art „Scheinsozialismus“ für Reiche eben.

    Kein Wunder, dass die „Eliten“ in Lateinamerika schon immer einen Hang zum Faschismus hatten, und nach dem Krieg führende Nazis in diese Länder, und nicht in kommunistische, mit Hilfe der röm.-kath. Fluchthilfe (Odessa genannt) flohen, vor den Siegermächten 1945.

    Wäre es anders, dann wären Mengele & Co. wohl in Kuba – als Beispiel – mit offenen Armen empfangen worden, als – völlig zurecht – als Massenmörder gesucht zu werden.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

    PS: Ganz konkret hat Orwell mit seinen Büchern als Sozialist den Stalinismus kritisiert – auch das Buch „Mein Katalonien“, dass die Basis für den Film von Ken Loach „Land and Freedom“ gilt leiht hier Szenen aus dem Buch Orwells aus.

  17. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Noch was:

    Der ewige Streit was den nun wirklich „Sozialismus“ und „Faschismus“ war dient doch nur den Antikommunisten der neoliberalen dt. Bewegung in Berlins Mainstreammedien als Totschlagargument für alles Anti-Neoliberale.

    Eine Kampagne eben – nur diesmal gegen alle Alternativen links vom rechten Neoliberalismus-
    , wie Albrecht Müller heute völlig richtig beschreibt:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=4088

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  18. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Hier noch ein Hinweis, solltest Du immer noch bezweifeln, dass Orwell den Stalinismus meint:

    http://www.glasnost.de/autoren/habehrend/orwell.html

    …Ironie der Geschichte ist eben, dass sich dies auf alle Diktaturen, insbesondere den neoliberalen Totalitarismus 1:1 übertragen läßt – Da bleib ich dabei 😉

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  19. Rainer Says:

    hüte Deine Zunge, lieber flatter, wenn Du sagst: „und weit und breit keine APO, die solche prädiktatorischen Entwicklungen anprangert.“
    So, oder so ähnlich muss die Rede sein, wenn Assoziationen an ursprüngliche Mitglieder eines 2. Juni eines vergangenen Jahres geweckt werden.
    Und schnell werden andere als der – seelische – Krüppel Schäuble auf Dich aufmerksam.

  20. Wolf-Dieter Says:

    Was das Grundgesetz dazu vorgibt, steht in Artikel 26:

    (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

    (2) Zur Kriegsführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

    Quelle: http://dejure.org/gesetze/GG/26.html

  21. Wolf-Dieter Says:

    @ Nachdenkseitenleser

    Du argumentierst, dass Orwell mit seiner Animal Farm den Ostblock gemeint hat. Dass das sein Standpunkt war, will ich nicht bestreiten.

    Aber ich bestreite, dass ein guter Literat auch ein guter Literaturkritiker ist. Betrifft selbst sein eigenes Werk. Um das mit Leben zu füllen: warum heißt das „böse“ Schweinchen wohl Napoleon und nicht Josef oder Wladimir?

    Die aktuelle Literaturwissenschaft argumentiert nicht mehr mit biografischen Zitaten des Autors, sondern mit der sozialen Sicht des Perzipienten.

    Und meine These ist: die Animal Farm beschreibt den Aufstieg der Bourgeousie

  22. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Wolf-Dieter

    „[…]Und meine These ist: die Animal Farm beschreibt den Aufstieg der Bourgeousie[…]“

    Deine These ist so falsch nicht, Orwell meinte mit „Animal Farm“ ja eine gewisse Bourgeousie, die immer wieder hochkommt, auch im autoritären Staatssozialismus stalinistischer Prägung – „Datschen“ sag ich nur! „Datschen“….

    Eine Ironie der Geschichte eben, und was den Namen des Schweins „Napoleon“ angeht: Wann ist Animal Farm entstanden? Könnte es damit zusammenhängen, dass man eben den Namen der betreffenden Person nicht so benennt – aus was für Gründen auch immer – z.B. Kalter Krieg mit dem Ostblock und Agententätigkeit bis nach GB hinein – und eben statt „Wladimir“ „Josef“ eben „Napoleon“ nimmt?

    Ich bin übrigens der Ansicht, dass „Animal Farm“ 1:1 zu Orwells Erfahrungen aus dem Spanischen Bürgerkrieg „Mein Katalonien“ paßt.

    Es scheint immer irgenwo Oberschweine zu geben, die zur Revolte aufrufen, die die dann selbst verraten….

    In Deutschland z.B. die SPD, die mit den verratenen Arbeitern – im Verein mit frühen Faschisten – kurzen Prozeß gemacht hat, so in „Der Verrat“ des erzkonservativen Historikers Sebastian Haffner.

    Ich denke nicht, dass Orwell Deutschland gemeint hat, mit seiner Parabel „Animal Farm“, aber dennoch erinnert vieles daran, wie es 1918/19 in der dt. Revolution zuging – was Aufruf dazu, und Verrat an Idealen anging….

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  23. Wolf-Dieter Says:

    a propos SPD: abwählen. Jetzt im September. Nicht vergessen!

    http://home.arcor.de/wolf-dieter.busch/html/Parteien/SPD.htm

  24. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Zurück zu unseren „Jungs“ in Afghanistan. Die vermeldeten heute den Erfolg der Großoffensive, über den Gouverneur der Provinz, der meinte die Gegend wäre von Taliban „gesäubert“. So wortwörtlich im ZDF-Bildschirmtext.

    Ich denke nicht, dass Afghanen deutsch können, denn mit „gesäubert“ meinte die Wehrmacht 1941 in Litauen was ganz verbrecherisches – den Massenmord an den Juden Europas.

    Sprache kann ja so verräterisch sein….

    Übrigens, die Gegend wurde von 13 Taliban „gesäubert“ heißt es korrekt im ZDF-Bildschirmtext, dass „gesäubert“ steht dort vorsichtshalber in „“. Ansonsten wäre die Ähnlichkeit zur NS-Propaganda frappierend, die haben in Litauen sicher auch manchem Verbündeten Massenschlächter Worte in den Mund gelegt – Nun tut dies eben die dt. Mainstream-Presse, oder der Pressesprecher der Bundeswehr, über einen angeblichen Gebietsgouverneur der Region Kundus.

    Übrigens, ich bin kein Freund der Taliban, aber ein Freund der Verbündeten der USA in Afghanistan bin ich auch nicht – wie die Frauen- und Bürgerrechtlerin Malalai Yoya, die in Karsai und seinen Schergen 2. Taliban sieht.

    Schöne Verbündete für die Bundeswehr, Kriegsverbrecher und Massenmörder, da könnte die NATO gleich mit den Taliban zusammengehen – wäre lt. Frau Yoya dasselbe, wie sie in ihrem neuesten Buch meint.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  25. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Wolf-Dieter

    Man müßte aber noch ergänzen, dass es auch in der Linkspartei Mitglieder gibt, die besser in den neoliberalen Parteien (CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNEN) aufgehoben wären.

    Mehr dazu auf Nachdenkseiten:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=4087#more-4087

    …insbesondere die Link-Hinweise dort beachten, und denen folgen….

    Die Sprache ist übrigens auch dort verräterisch, denn Gegner des Kurses der Linkspartei heißen dort „Reformkräfte“, oder „Realos“, wie einst bei den GRÜNEN als die noch keine verkommene Truppe der „Grünen Raupe Nimmersatt“ namens Joschka Fischer waren.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  26. Wolf-Dieter Says:

    @ Nachdenkseitenleser

    Kein sachlicher Widerspruch.

    Aber mein Credo geht an das Wahlvolk (nicht abwertend gemeint), und es lautet: gebt den Kerlen die Quittung. Vergesst das traditionelle Kreuz an der gleichen Stelle alle 4 Jahre. Zeigt denen, dass deren Verarsche Konsequenzen trägt.

    Klingt ein bisschen wie Aufruf Protestwahl. Mit dem Vorwurf lebe ich jetzt mal.

    Aber, ganz ehrlich, wovor mir am meisten graust für die Zukunft nach 09/2009, das ist, dass die alten Säcke weiter machen wie bisher.

  27. Nachdenkseiten-Leser Says:

    „[…]Aber, ganz ehrlich, wovor mir am meisten graust für die Zukunft nach 09/2009, das ist, dass die alten Säcke weiter machen wie bisher.[…]“

    Nicht nur dir 😉

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  28. Goldener Reiter Says:

    @9 Nachdenkseitenleser

    Ergaenzend zu dem (sachlich vollkommen richtigen) Beitrag von Aranxo:

    Das Strafgesetzbuch belegt tatsaechlich nur die VORBEREITUNG eines Angriffskrieges mit Strafe, und auch das nur dann, wenn die BRD an diesem Krieg beteiligt sein soll. Mit der Nummer des entsprechenden Paragraphen kann ich auf Anhieb nicht dienen, aber das ist der Inhalt.

    Art 26 Abs. 1 GG fordert vom Gesetzgeber eigentlich wesentlich mehr. Auch der Angriffskrieg ist nur ein Beispiel (daher „insbesondere“). Aber dieser Artikel ist leider kein Unmittelbar gueltiges Recht, sondern nur Auftrag an und Rechtsgrundlage fuer den Gesetzgeber.

    Andere Taetigkeiten als ein „Angriffskrieg“, die das friedliche Zusammenleben der Voelker stoeren, kann man also durchaus vorbereiten, solange man dabei keine anderen Straftaten begeht.
    Sogar die Vorbereitung eines Angriffskrieges auf deutschem Boden ist „unproblematisch“, wenn BRD daran nur nicht beteiligt sein soll (da freut sich das Pentagon)…

    Ein „wunderbares“ Beispiel dafuer, wie selektiv die Verfassungstreue unseres Parlamentes ist!

  29. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @goldener Reiter

    „[…]Ein “wunderbares” Beispiel dafuer, wie selektiv die Verfassungstreue unseres Parlamentes ist![…]“

    ….und da heucheln die noch vor, dass unser Grundgesetz die beste Verfassung der Welt wäre, wenn die sich selbst nicht dran halten, im Bundestag. Übrigens, die Heuchelei unserer PolitikerInnen kennt keine Grenzen? Oder?

    Ich denke sogar die Menschenrechtserklärung schließt Angriffskriege von vorneherein aus, aber das ist ja alle nur Papier….

    ….und wer die Macht nicht hat, der ist halt ein Verfassungsfeind…..auch wenn man selber (als neoliberale Einheitspartei in Berlin) eine verfassungsfeindliche Haltung einnimmt…

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  30. Flying Circus Says:

    @NDS: Wieso „Heuchelei“? Die Verfassung IST für die Brüder doch ideal. Geht doch alles, was man braucht. Ich verkneife mir Beispiele, kleiner Hinweis: die Behandlung von ALG II-Empfängern läßt sich für mich nur schwer mit der allen zugesprochenen „Menschenwürde“ vereinbaren, insbesondere dann nicht, wenn sie von Amts wegen als „Parasiten“ verunglimpft werden (und das war nicht irgendeiner, der diesen Dreck geworfen hat!).

  31. Stern Says:

    @ Wolf Dieter

    @ Nachdenkseitenleser

    Animal Farm

    Anscheinend gibt es ein wenig gelesenes Vorwort zu Animal Farm, aus dem man herauslesen kann, dass Orwell sein Werk mitnichten nur auf Kommunismus/Sozialismus bezog.

    Zitat:
    „Mitte der vierziger Jahre schrieb George Orwell als Satire auf einen totalitären Staat, nämlich die Sowjetunion, seinen Roman Animal Farm, der damals ein großer Erfolg war. Alle Welt war begeistert. Später stellte sich heraus, daß er eine Einleitung zu Animal Farm geschrieben hatte, die aber nicht gedruckt wurde. Sie erschien erst dreißig Jahre später, als sie in seinem Nachlaß gefunden wurde. Thema dieser Einleitung war die „Literarische Zensur in England“. Orwell sagt dort, daß er sich in seinem Buch natürlich über die Sowjetunion und ihre totalitäre Struktur lustig macht. Aber außerdem schreibt er auch, daß England sich gar nicht so sehr davon unterscheidet. Im Westen werden wir nicht auf Schritt und Tritt von einem KGB kontrolliert, aber das Resultat ist doch weitgehend dasselbe. Wer in seinem Denken zu unabhängig ist oder auf die falschen Gedanken kommt, bekommt keine Chance, seine Ideen zu verbreiten.

    Außerdem macht er einige kurze Bemerkungen über die institutionelle Struktur der Medien. Er fragt: Wie kommt es zu dieser Art von Zensur? Ihm zufolge liegt das erstens daran, daß die Presse den Reichen gehört, denen es lieber ist, wenn bestimmte Dinge nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Zweitens, so Orwell, lernt man im Rahmen des Erziehungs- und Ausbildungssystems der Elite, zum Beispiel an renommierten Universitäten wie der von Oxford, daß es gewisse Dinge gibt, die man besser nicht erwähnt, daß es gewisse Gedanken gibt, die man besser nicht zuläßt. Damit meint er die sozialisierende Rolle der Eliteinstitutionen: Wenn man sich hier nicht anpaßt, hat man in der Regel schon verloren. Und mit diesen wenigen Bemerkungen ist das Wesendiche eigentlich schon gesagt.“

    QUELLE:
    Vortrag von Noam Chomsky
    Warum die Mainstreammedien „Mainstream“ sind

    Vortrag im Z Media Institute, Z Magazine, Juli 1997
    http://chomskyarchiv.de/vortrage/document.2007-10-19.1648147001

    Hatte das übrigens über die Nachdenkseiten gefunden, die z.Zt. sehr lesenswerte Beiträge über Meinungsmache via Medien haben.

  32. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Stern

    Danke für den Hinweis, ich lerne ja gerne immer was dazu 😉

    Schönes Wochenende noch 🙂

    Liebe Grüße
    Nachdenkseiten-Leser

  33. Nachdenkseiten-Leser Says:

    @Flying Circus

    Tja, hast auch wieder Recht – leider muss man wohl sagen?

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

  34. Nachdenkseiten-Leser Says:

    Zum Angriffskrieg, der grundgesetzlich verboten ist noch ein hochaktuelles Interview mit einem Ex-Bundeswehrsoldaten:

    „[…]»Im Krieg werden die Reihen eng geschlossen«

    Öffentliches Geloben hat Hochkonjunktur. Kein Zufall, meint ein kritischer Soldat. Ein Gespräch mit Oberstleutnant Jürgen Rose
    Interview: Claudia Wangerin[…]“

    Quelle und kompletter Text:

    http://www.jungewelt.de/2009/07-27/052.php

    Ergo ich hatte doch recht, der Angriffskrieg ist lt. unserer Verfassung verboten, auch der Oberstleutnant – alter Garde – ist meiner Ansicht.

    Gruß
    Nachdenkseiten-Leser

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