Clement: Mut zum Rassismus

Gelassenheit hat sich die SPD verschrieben in ihrer Reaktion auf die Messerattacke von Wolfgang Clement auf die Genossin Ypsilanti. Das ist erstaunlich weise, und es ist richtig, denn jugendlichen Rüpeln oder ähnlich motivierten unreifen Marodeuren sollte man nicht mehr Aufmerksamkeit schenken als nötig.
Zu den Ursachen für das parteischädigende Verhalten des immer schon nur angeblichen Sozialdemokraten gehört in vorderster Linie sicher die Lobbyarbeit für RWE, da sind sich die Beobachter einig. Nun sagt Clement obendrein:
Ich habe die Positionen beschrieben, für die ich ein Leben lang gekämpft habe, und dabei bleibt es„. Wer nicht richtig hinhört oder die zugrunde liegenden Zusammenhänge übersieht, verpaßt hier das Beste. Die Frage ist doch: Wäre die (mögliche) Energiepolitik von Frau Ypsilanti ein hinreichender Grund, für die Wahl Roland Kochs einzutreten? Und: Kann ein SPD-Mitglied die mindestens tendenziell rassistsiche Politik Kochs unterstützen? Wir wissen nicht, was die SPD kann, aber Clement kann das definitiv. Hier sei an „Ibrahim“ erinnert, den Hartz-IV-Parasiten: Clement hat schon als verantwortlicher Wirtschafts- und Arbeitsminister mit fremdenfeindlicher Propaganda aufgetrumpft, die in seinem Namen Menschen mit Parasiten gleichsetzte. Seinerzeit verwendete er diesen Begriff auch in der Bildzeitung gegenüber ALG-II- Empfängern. Clement hat nichts gegen übelste Diskriminierung einzuwenden. Er betreibt sie selbst. Von daher findet er nicht nur einen Grund, Koch zu unterstützen, sondern ihm fehlt auch jede Hemmung oder Berührungsangst gegenüber der Hetze, die von der CDU derzeit betrieben wird.
Daß „Bild“ sie dabei unterstützt, wurde bereits besprochen. Das unbestrittene rhetorische und intellektuelle Großgenie Ronald Pofalla zeigt sich jetzt dafür erkenntlich. Mit seinem erbärmlichen Versuch, dem Gegner eins auszuwischen, betätigt er sich routiniert als nützlicher Idiot und läßt verlauten:
Wolfgang Clement ist der erste Mutige, der die Wahrheit ausspricht.
An diesen Satz ist nicht Wahres, Richtiges oder Relevantes, aber er ist nun einmal fast wörtlich der Slogan der Bildzeitung. Der Brei aus Ressentiment, Vetternwirtschaft, PR, Schmierenjournalismus und einer „Politik“, die noch imstande ist, ihr eigenes Niveau zu unterbieten, stinkt unerträglich. Wer sich das noch als Menü seiner Wahl vorsetzen läßt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

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4 Antworten to “Clement: Mut zum Rassismus”

  1. Frank Says:

    Tja, bereits am 23.12.07, als Clement vor der „linken Gefahr“ gewarnt hat und der SPD mit Austritt drohte, habe ich auf den schäbigen Charakter dieser Kreatur hingewiesen.
    Nur ein Monat später bestätigt er meine Meinung über ihn unverblümt und deutlich. Was will man mehr….?

  2. Frank Says:

    Tja, bereits am 23.12.07, als Clement vor der „linken Gefahr“ gewarnt hat und der SPD mit Austritt drohte, habe ich auf den schäbigen Charakter dieser Kreatur hingewiesen.
    Nur ein Monat später bestätigt er meine Meinung über ihn unverblümt und deutlich. Was will man mehr….?

  3. flatter Says:

    Immer wieder mal… das war sicher nicht die letzte Charmeoffensive dieses sympathischen Zeitgenossen.

  4. flatter Says:

    Immer wieder mal… das war sicher nicht die letzte Charmeoffensive dieses sympathischen Zeitgenossen.

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