Irakkrieg kurz vor dem Erfolg

Was mag „Journalisten“ dazu bewegen, Artikel über den Krieg im Irak zu schreiben? Die meisten werden wohl den Befehl ausführen, Agenturmeldungen aufzubrühen und so zu tun, als hätte das etwas zu sagen. Sie bekommen Geld dafür, warum sollten sie es also nicht tun? Ein verantwortlicher Redakteur hingegen heißt so, weil er das, was rausgeht, zumindest akzeptiert.
Wie kommt es dann also zu Überschriften wie „Mehr als 100 mutmaßliche Extremisten im Irak getötet“ ? Im Rahmen des sinnlosen Gemetzels, bei dem niemand mehr durchblickt, wer von wem warum getötet wird, bei dem ganz sicher ein kleiner Schreiber an seinem Schreibtisch in Deutschland nicht weiß, was da abgelaufen ist, hat es, wenn es denn stimmt, über einhundert Tote gegeben. Die Opfer dieses Massakers werden posthum als „mutmaßliche Extremisten“ diskreditiert. Welchen Sinn macht das? Liegt in diesem Status, gegen den sie sich nicht mehr wehren können, der gute Grund für ihre Tötung? Sind die Toten alle gleichermaßen selbst Mörder, zumindest potentielle? Sind sie nicht vor allem weitere Opfer, tote Menschen? Nein, sie sind „mußtmaßliche Extremisten“. So klingt pure Kriegspropaganda, und es sollte niemandem, der solch extremen Mist publiziert, gestattet werden, sich Journalist zu nennen.

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